Am Ende steht die Zukunft

Geschenke gab es für die drei Jahrgangsbesten (von links) Johannes König (1,0), Helene Hofmann (1,0) und Philipp Kerling (1,1). Ganz links Kollegstufenbetreuer Heinz Langer und rechts Schulleiter Werner Fischer

Verabschiedung des letzten G9-Abiturjahrgangs

Für 60 Abiturienten hieß es „Ade Gymnasium Burgkunstadt“. Schulleiter Werner Fischer, Kollegstufenbetreuer Heinz Langer und zahlreiche Ehrengäste verabschiedeten in der Obermainhalle den 19. und damit letzten G9-Jahrgang.
Die Ex-Kollegiaten marschierten mit zufriedenen Gesichtern zu den feierlichen Klängen von „Protectors of the Earth“ ein. Die Veranstaltung besaß „historischen Wert“, wie der stellvertretende Schulleiter Thomas Meier bemerkte. Zum letzten Mal verabschiedeten er und sein Kollegium einen Abiturjahrgang, der 13 Jahre lang die Schulbank gedrückt hatte. „Damit geht eine 174-jährige Tradition zu Ende.“
Landrat Reinhard Leutner ging in seiner Rede auf drei Studien ein, die im Hinblick auf die Zukunft der Abiturienten interessant seien, und betonte den Wunsch als Landkreischef, „dass viele, die jetzt zum Studieren weggehen, wiederkommen“. Elisabeth Zipfel vom Elternbeirat, selbst stolze Mutter eines Abiturienten, riet den scheidenden Gymnasiasten, trotz unterschiedlicher Erwartungen von außen an den eigenen Zielen festzuhalten. Ihr Rat: „Glaubt an eure Träume, glaubt an eure Stärken und minimiert eure Schwächen.“ Gerhard Sievert, der für den Fördererverein des Gymnasiums sprach, forderte die Absolventen dazu auf, „mit Intelligenz und Gefühl“ die Gesellschaft mitzugestalten.
Mit jeder Menge Anekdoten gespickt war die Rede des Kollegstufenbetreuers Heinz Langer, der es immer noch nicht ganz glauben konnte, dass alle seine 60 Schützlinge pünktlich zu den Abiturprüfungen erschienen waren. „An den Wandertagen fehlten immer die gleichen. Und zum Abitur waren sie plötzlich alle da“, scherzte er. Überhaupt sei dieser Abiturjahrgang „der absolute Top-Scorer“ gewesen, was die Fehlzeiten betraf. Liege der Durchschnitt normalerweise pro Schüler bei 17 Tagen im Jahr, habe es eine Person sogar auf 56 Tage gebracht.
Burcu Karanthai und Markus Heitzer blickten stellvertretend für die Abiturienten auf ihre neun Jahre am Gymnasium Burgkunstadt zurück, wobei sie das Abitur als „Finale und positivstes Ereignis unserer Schulzeit“ bezeichneten.

Der letzte G9-Jahrgang freut sich über die bescheinigte Hochschulreife. Fotos: -cv- / 15.4.2011

Schulleiter Werner Fischer hatte die Verabschiedung des letzten G9-Jahrgangs unter das Motto „Cello üben mit 92 — oder: Am Ende steht die Zukunft“ gestellt. Er gratulierte nicht nur seinen 60 Absolventen, die „mit zum Teil absolut imposanten Resultaten“ ihre Prüfungen abgelegt hätten, sondern auch den Eltern, die nun „ein Stück Verantwortung abgeben“ dürften. Fischers Dank galt außerdem den Lehrern: Sie hätten den Abiturienten über neun Jahrgangsstufen hinweg immer wieder Mut gemacht. Als Fischer auf das Thema Zukunft zu sprechen kam, zog er einen Zollstock hervor, dessen Länge die Lebensspanne der Abiturienten verdeutlichen sollte. „Ich stelle fest, dass Ihre schon gelebte Zeit in diesem Bereich hier liegen dürfte“, sagte er und deutete mit dem Finger auf das erste Viertel des Zollstocks, um daraufhin erfreut festzustellen: „Was für eine schöne Erkenntnis, dass am heutigen Tag der größte Teil Ihres Lebens aus Zukunft besteht.“ Für diese Zukunft gab Fischer den Absolventen drei Ratschläge mit: Lebenshunger entwickeln, echte Beziehungen suchen und passende Vorbilder finden.
Nach der Überreichung der Leistungsnachweise ehrte der Schulleiter einzelne Schüler für ihre besonderen Leistungen. Geschenke gab es unter anderem für die drei Jahrgangsbesten Helene Hofmann (Abiturnote 1,0), Johannes König (1,0) und Philipp Kerling (1,1), für die Absolventen mit den besten Facharbeiten und für die beiden Ex-Schülersprecher Burcu Karanthai und Markus Heitzer.
Mit Buffet, Musik, Mini-Cabaret und Lehrer-Ehrungen feierten die Abiturienten im Anschluss bis tief in die Nacht in der Stadthalle weiter. Das Motto hatten sie am Ende der offiziellen Verabschiedung vorgegeben: „We have Abi, so let’s party!“

Text: Verena Lutter, OT / 15.4.2011

Folgende Schülerinnen und Schüler haben das Abitur bestanden:

Bähr Bianka, Balzer Inna, Barth Alexander, Bienlein Miriam, Deuerling Florian, Dietrich Ines, Dill Pauline, Donath Tobias, Drießen Lukas, Eber Christopher ,Efremova Jana, Esser Elisabeth, Fischer Cornelia, Franz Sophia, Gack Sonja, Haasenstrauch Gina, Häßlein Fabrizio, Hartmann Andreas, Hauber Stefanie, Heitzer Markus, Hösch Patrick, Hofmann Helene, Hoh Maximilian, Kaltenhauser Dominique, Karanthai Burcu, Kerling Philipp, Klein Anna-Katharina, Koch Artur, König Johannes, Kraus Patrick, Mahr Alexander, Martin Bianca, Müller Andrea, Müller Stefanie, Niechziol Tim, Orlishausen Stefan, Pfadenhauer Stephanie, Pösch Christina, Pohl Jonas, Püls Johannes, Pülz Matthias, Reuther Sonja, Rost Lisa, Scheumann Caroline, Schmid Marc, Schnapp Linda, Schnapp Markus, Schrepfer Robert, Schröter Cornelius, Stegner Anna, Uschold Daniel, Volk Christian, Weichert Sara, Weid Svenja, Welscher Niklas, Wendel Sandra, Wimmer Julia, Yildirimdinc Seyma, Zeiß Pascal, Zipfel Jonas

Abitendo Level 13

Abischerz des letzten G9-Jahrgangs - Bananenwettessen und Bobbycar-Fahren

„Bananen et circenses“ war wohl das Motto, so Schulleiter Werner Fischer über den K13-Abischerz. „Bananen und Spiele“ jedenfalls gab es reichlich, und Spaß für alle Beteiligten sowieso.
Das offizielle Motto lautete jedoch „Abitendo Level 13”, und so okkupierten die Abiturienten in Anlehnung an das Nintendo-Spiel „Super Mario“ kurz vor Schulbeginn das Schulhaus und setzten die Prinzessin alias Kollegstufenbetreuer Heinz Langer samt seinem Hofnarren im Till-Eulenspiegel-Kostüm (Schulleiter Werner Fischer) gefangen. Im verzweifelt-amüsanten Wettstreit gegen die Schüler mussten nun die Lehrer des Kollegiums einzelne Punktsiege und damit Sternchen erspielen, um letztlich die Befreiung von Prinzessin und Hofnarr zu erwirken.
Lange Zeit sah es nicht unbedingt erfolgversprechend für die Pädagogen aus, denn ihre Zöglinge waren nicht nur beim Bananenwettessen oder beim Bobbycar-Fahren mindestens ebenbürtige Kontrahenten. Letztendlich aber triumphierte seitens der Lehrkräfte unter anderem die tänzerischere Eleganz ihres Damen-Quintetts mit Jutta Vogel, Kinga Stary, Petra Oberpaul, Christina Schott und Jowita Staniewski ebenso wie die schiere Power von Andreas Schmitt beim alternativen Sumoringen. So bekamen die armen Lehrer „ihre“ Gefangenen schließlich doch wieder zurück.

Text und Fotos: -cv- / 14.4.2011

Arme Gefangene: Kollegstufenbetreuer Heinz Langer (rechts) als Prinzessin und sein Hofnarr im Till-Eulenspiegel-Kostüm (Schulleiter Werner Fischer) mussten um ihre Freiheit zittern.
Limbo alternativ: Nachdem die Jury mit der technischen Ausführung beim Limbotanz nicht einverstanden war, durfte Lehrer Johannes Müller (springend) zu einer Ausführungsvariante greifen.
Im Sumo superstark: Chemielehrer Andreas Schmitt (links) erwies sich als unbezwingbarer Kraftprotz und gewann im Fünf-Runden-Fight gegen Schüler Jan Wagner (links).
Die tänzerischere Eleganz der Lehrerinnen war von den Schülern nicht zu übertreffen.