Wie aus Unbekannten Klassenkameraden wurden

Sich gegenseitig kennenlernen bei Spielen im Gelände – der pädagogische Aspekt rückte spielerisch in den Vordergrund bei den Kennenlerntagen der neuen fünften Klassen. Foto: mm


Kennenlerntage der fünften Klassen in Hartenstein und auf Burg Rothenfels

Zu ihren Kennenlerntagen verschlug es gleich zu Beginn des Schuljahres die Schüler der Klassen 5b und 5c mit ihren Lehrkräften Natascha Lachner, Elisabeth Zapf, Thilo Buhleier und Martin Müller und ihren Tutorinnen in die Fränkische Schweiz.
Nach der Ankunft in Hartenstein standen erste Gebietserkundungen, Spiele und sportliche Aktivitäten auf dem Programm. Am zweiten Tag erhielten die Schüler eine sachkundige Waldführung durch Obersforstrat Lay, der mit kleinen Aufgaben die Truppe bei Laune hielt – etwa, als es darum ging, mit verbundenen Augen Baumarten zu bestimmen. Am Nachmittag wurde die Petershöhle erkundet. Der Mittwoch stand im Zeichen von Kooperationsübungen im Gelände. Bei Abseilübungen, Baumklettern und Balancieren auf dem Drahtseil ließ manche Adrenalinausschüttung nicht lange auf sich warten. Am nächsten Tag besichtigte man Hersbruck bei einer Stadtführung, den wahren Höhepunkt dabei bildete wohl der Besuch des Hallenbades. Ein bunter Abend mit amüsanten Darbietungen der Schüler trug zum Kennenlernen der 53 Mädchen und Buben und zur Entwicklung des Klassengefüges maßgeblich bei.
Einig waren sich alle, dass im Laufe der Kennenlerntage bei den Kindern aus vielen verschiedenen Grundschulen eine gute Klassengemeinschaft entstanden war. So konnten die Herausforderungen des Schuljahres beginnen.

Text: -mm;cv- / 24.9.2010

Die Gruppe der Klasse 5a/d auf Burg Rothenfels; Foto: Julia Kroworz, 5d

Die Schüler der Klassen 5a und 5d bezogen mit der gleichen Absicht Burg Rothenfels, eine richtige Burg mit Burgfried, Burgtor und Türmen. Bei der Burgralley am ersten Nachmittag wurde die Unterkunft erkundet und zu erkunden gab es wahrlich genug. Am nächsten Tag wurde die Umgebung erforscht und die Schüler erfuhren dabei viel über Flora und Fauna in Franken. Eine „Wanderung rund um die Burg“ stand auf dem Programm, bei der der Wald und seine einzigartigen Bewohner „gefunden“ und erforscht werden konnten. Am Nachmittag wurden die dort gefundenen „Materialien“ zu Flöten weiter verarbeitet. Im Dörfchen Homburg, in dem noch eine richtige Papiermühle steht und wo der Besitzer heute noch selbst Papier schöpft, konnten die Schüler ausprobieren, wie man vor einigen Jahrzehnten herstellte. Eine Stadtralley in Marktheidenfeld ging einem Besuch des Schulmuseums voraus. Dort konnten alle hautnah erleben, wie vor ca. 100 Jahren der Schulalltag war.
Auch diese Gruppe trat die Rückreise mit der Sicherheit an, bisher Unbekannte zu einer Gemeinschaft verschweißt zu haben.

Text: M. Oehl; E. Vollmuth / 24.9.2010