Warum die linke Hälfte muskulöser ist
Informationsabend „Ein Herz fürs Herz“ Ergebnis intensiver Projektarbeit
Es ist eines der vielen Wunderwerke des menschlichen Körpers, und doch ist das Herz in seiner komplexen Funktionsweise ein ganz besonderes Organ. Bei dem Informationsabend „Ein Herz fürs Herz“, dessen Erlös der Kinderherzstiftung zu Gute kam, konnten Mitschüler, Eltern und Gesundheitsinteressierte in der Aula der Schule Wissenswertes und Anschauliches, Bekanntes und Unbekanntes über den „Motor“ des menschlichen Lebens erfahren.
„Jetzt frag ich doch mal Sie, das Publikum: Warum ist die linke Herzhälfte muskulöser als die rechte?“, so eine Schülerin nach ihrer Präsentation, ganz im Stile eines Lehrers, der die Unterrichtsergebnisse zu sichern hat. Und man hatte aufgepasst im Plenum, denn die Antwort kam prompt: „Weil sie die Hauptarbeit beim Pumpen des Blutes durch den gesamten Körper übernimmt, während die rechte Herzhälfte das Blut nur bis in die Lunge befördert.“
Solcherlei Episoden, aber auch die insgesamt acht Präsentationen und Filme der Schüler sowie die gestalteten Plakatwände zeigten der verantwortlichen Lehrerin, dass nicht nur das Publikum, sondern auch die Mädchen und Jungen der Klassen 10c und 10d von diesem Abend profitierten: „Da haben sich einige schon auf ihr Projekt-Seminar in Biologie bzw. Chemie im nächsten Schuljahr eingestimmt, haben Verantwortung übernommen bei der Vorbereitung und Durchführung und auch schon naturwissenschaftliches Experimentieren praktiziert“, so die junge Pädagogin.
Eben diese Praxisarbeit führte zum i-Tüpfelchen der Veranstaltung – der Sektion eines echten Schweineherzens am Lehrerpult des Biologiesaals. Nach ersten Berührungsängsten war auch hier das Interesse groß und so gingen große Teile der Zuschauer alsbald von der Live-Übertragung per Flexcam zur unmittelbaren Anschauung des Objekts über.
Letztendlich hat es sich für alle Anwesenden gelohnt, die kleinen und großen Sünden der eigenen Herzgesundheit gegenüber nicht nur mit erhobenem Zeigefinger vorgehalten, sondern sie in ihrem Wirkungszusammenhang anschaulich dargestellt zu bekommen. Für die, die nicht dabei waren, hier die Kurzfassung zum Sich-Wiedererinnern: Der Mensch allgemein isst zu fett und zu salzig, was den Cholesterinspiegel erhöht, die Arterien verkalkt und damit das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko drastisch erhöht. Bewegung und richtige Ernährung sind die Zauberwörter, wenn es um die Vorbeugung geht, doch das ist schwer und einfach zugleich. Zu bevorzugen sind ungesättigte Fettsäuren, Obst, Gemüse und Ballaststoffe.
Und der deftige fränkische Schweinebraten? Schon „mal“ zwischendurch erlaubt, aber: mindestens acht Stunden vor dem Zu-Bett-Gehen!
Text: -cv- / 19.1.2012
