Spaß und Information

- Unbekannte Körper in einer Dunkelkiste zu erfühlen, war bei der Station „Mathematik zum Anfassen“ die Aufgabe.

- Ganz schön spannend kann es auch sein, Fakten in der Geschichte zusammenzuschnipseln.
Abwechslungsreicher „Tag der Offenen Tür“
„Eine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus ist einer der zentralen Bausteine auf dem Weg zu einer gelingenden Schülerlaufbahn.“ Solcherlei Grundsätzliches bekamen die Eltern der vielleicht künftigen Gymnasiasten von Schulleiter Werner Fischer zu hören, die zusammen mit ihren Kindern beim „Tag der Offenen Tür“ einen gleichermaßen abwechslungsreichen wie informativen Samstagvormittag verbrachten.
Mit einer Reihe von bildlichen Impressionen aus dem Schulalltag stimmte der Direktor die Anwesenden in der bis zum letzten Platz gefüllten Aula auf ihre „neue Schule“ ein. Das zunehmend frühzeitig zu erlernende praktische Arbeiten in den Naturwissenschaften fand darin ebenso seine Würdigung wie die im Zuge des neuen G8 eingeführten Intensivierungsstunden, die bei meist halbierter Klassengröße und Schülerzahl individuelleres Lernen und zusätzliche Stoffvertiefung ermöglichen. Und auch die außerunterrichtlichen Betätigungsfelder, die Verknüpfung von Schule und Berufs- bzw. Arbeitswelt sowie die Bereiche Kunst, Musik oder Sport wurden facettenreich präsentiert, um schließlich das umfassende Angebot mit Eindrücken eines modernen multimedialen Unterrichts abzurunden, der bei uns längst die Grenzen des Sprachunterrichts überschritten und Einzug in fast alle Fächer gehalten hat.
„Wir tun alles uns Mögliche für die schulische Entwicklung der uns anvertrauten Kinder“, so Schulleiter Werner Fischer mit Blick auf seine zahlreich vertretenen Lehrerkollegen, die zusammen mit Schülern aller Jahrgangsstufen den „Tag der Offenen Tür“ unterhaltsam gestalteten. Im gleichen Atemzug indes verwies er aber auch nachdrücklich auf einige dringende Anliegen, die seitens der Lehrer an die Eltern gingen: „Seien Sie nicht Hilfslehrer, sondern interessierter Begleiter des schulischen Fortkommens Ihrer Kinder. Sorgen Sie für häusliche Arbeitsbedingungen, die der Konzentration des Kindes dienlich sind. Dazu gehört etwa die gelegentliche Betätigung des Ausschaltknopfes an Fernseher oder Computer. Und achten Sie auf das für einen Gymnasiasten notwendige Lern- und Arbeitsverhalten Ihres Kindes“, betonte Fischer.
Auch Beratungslehrer Andreas Süß unterstützte die These des Schulleiters, als er den Eltern neben dem Anforderungsprofil eines Gymnasiasten auch die Modalitäten zum Übertritt an diesen Schultyp sowie – von diesem ausgehend - die vielfältigen Möglichkeiten der Schullaufbahnentwicklung verdeutlichte. In einer abschließenden Fragerunde standen er und die Schulleiter für eine Reihe von Fragen der Eltern Rede und Antwort.
Derweil gab’s für die am Übertritt interessierten Grundschulkinder weitaus leichter verdauliche Kost. Unter der Anleitung verschiedener Lehrkräfte machten sie sich zunächst auf den Weg, das Schulgebäude inklusive der nagelneuen Turnhalle zu erkunden. Zunehmend selbstständig durften sie im Anschluss daran eine Vielzahl von Stationen eines Schnupperlaufs bewältigen, mit dessen Hilfe Schüler verschiedener Jahrgangsstufen und Lehrer ihnen einen Blick hinter die Kulissen des schulischen Lebens, aber auch auf die Anforderungen bei uns ermöglichten.
Musikalisch-spielerische und damit kindgerechte Begegnung mit den modernen Fremdsprachen gab es im Französisch- Klassenzimmer, und was „merci“ oder „oui“ bedeutet, weiß nun fast ein jeder. Auch in den weiteren Fremdsprachen Latein, Englisch und Spanisch hatten die Schüler und Lehrer unterhaltsame wie lehrreiche Erstbegegnungen vorbereitet. „Learning by doing“ hieß es bei den Naturwissenschaften, wobei in der Physik gar eine als Luftballon getarnte Rakete in den Himmel des Physiksaals entschwand oder bei der Fachschaft Mathematik unbekannte Körper in einer Dunkelkiste zu erfühlen waren.
Während die Erwachsenen sich inzwischen im von der SMV liebevoll gestalteten Eltern-Cafe in der Mensa entspannen konnten, zumal beim Kinderschminken auch die kleinen Geschwister auf ihre Kosten kamen, durften sich die angehenden Gymnasiasten in der Turnhalle auch körperlich betätigen, sei es beim Minigolf-Fußball, Badminton oder Basketball.
Den spektakulären Abschluss eines kurzweiligen Samstagvormittages markierte schließlich ein wahres Feuerwerk an Showversuchen im Fachbereich Chemie, wo es förmlich im Minutentakt nur so krachte und leuchtete.
Vor dem Heimweg erhielten die „Schnupperläufer“ für ihren Eifer eine süße Belohnung sowie eine brandaktuelle Kurzausgabe der Schülerzeitung „fußföhner“ über den absolvierten „Tag der Offenen Tür“. Aber das war nicht das Einzige, was die Kinder an diesem Tag mit nach Hause nehmen konnten.
Text und Fotos: -cv- / 27.2.2010

- Große Schüler helfen den kleinen. Dieser Grundsatz gilt bei uns nicht nur am „Tag der Offenen Tür“ – hier bei der Erstbegegnung mit einfachen französischen Wörtern.

- Mit dem Innenrist durch die Engstelle kicken – keine Problem für ballsportbegeisterte Mädchen beim Fußball-Minigolf

- Statische Aufladung zum Selbst-Erfühlen. Bei den Naturwissenschaften, wie hier in der Physik, hieß das Motto „Learning by doing“.

- Badminton hat lange schon Hochkonjunktur am Gymnasium Burgkunstadt – und das sogar bei den Anfängern, die noch gar nicht an der Schule sind.
