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Aufführung der Theatergruppe

Der eingebildete Kranke 

moliere KV7 3764

 

Wenn das kein Theaterspielen aus Leidenschaft ist! Nur rund fünf Monate nach ihrer letzten Aufführung standen die Schülerinnen der Theatergruppe der Mittelstufe des Gymnasiums Burgkunstadt schon wieder mit einer neuen Komödie vor dem Publikum. Mit Molieres Klassiker „Der eingebildete Kranke“ landeten sie kurz vor den Osterferien abermals einen richtigen Lacherfolg.

„Gott, was sind Wehwehchen schön!“, könnte man die Sichtweise des stets eingebildet Kranken Argan (Lena Leimeister) beschreiben. „Denn man bekommt Aufmerksamkeit, Zuwendung und fühlt sich wertgeschätzt!“ Also könnte alles so bleiben, wie es ist, wenn nicht die Liebe dazwischenfunken würde. Denn seine Tochter Angelique (Philippa Wendrich) liebt den Falschen, nämlich nicht den spröden Arzt Dr. Diaforus (Nora Bätz), den Argan – natürlich komplett ohne Eigennutz – als Bräutigam ausgesucht hat, sondern den Tanzlehrer Cleante (Emelie Nanz). Zum Glück hält das resolute Hausmädchen Toinette (Leonie Köhn bzw. Jule Doppel) die Fäden in der Hand, damit die durchtriebene Ehefrau Argans, Beline (Marleen Neundörfer), nicht das bekommt, was sie verdient, nämlich das Geld der vermeintlich Kranken.

Sie haben keine Sonderprobe und keinen Aufwand gescheut, die drei Regisseure Christine Hollenbach, Katharina Puscz und Roman Berth, um zusammen mit ihren Schauspielerinnen dem Klassiker neues Leben einzuhauchen: viel aktuelle Musik, darunter ein Hip-Hop-Tanz, ein komplett modifiziertes Ende der Komödie, Fotos auf Tablets und vieles mehr. So wird historische Distanz mühelos überwunden, was die zahlreichen Zuschauer beider Aufführungen mit herzlichen Lachern und reichlich Applaus belohnten.

 

Zum Foto: (764)
Pflege unter Zweifeln: Um den eingebildet Kranken Argan (Lena Leimeiser, links) kümmern sich mit mehr oder weniger Hingabe seine Frau Beline(Marleen Neundörfer, Mitte) und das resolute Hausmädchen Toinette (Jule Doppel, rechts).


Foto: cv