Gymnasium
Burgkunstadt
Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium und Sprachliches Gymnasium
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Auf der Suche nach neuen Planeten

Maximilian Günther nimmt seine Zuhörer mit auf eine

faszinierende Reise durchs Weltall 

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 "Die Wahrscheinlichkeit, neue Erden zu finden, ist sehr hoch und damit auch die Chance, Leben auf anderen Planeten zu entdecken", so Maximilian Günther, Doktorand der University of Cambridge und Absolvent des Gymnasiums Burgkunstadt, der für einen spannenden Abendvortrag an seine ehemalige Schule gekommen war. Knapp 100 Gäste aus Schule, Elternschaft und Interessenten der Umgebung ließen sich von dem jungen Referenten auf eine packende Reise in fremde Welten entführen. Etliche seiner ehemaligen Lehrkräfte, vorwiegend aus der Fachschaft Physik, ließen es sich nicht nehmen, ihren Ex-Schüler (Abiturjahrgang 2009) zu hören und wiederzusehen.

 

Inhaltliches zum Vortrag:

Verlassene Marslandschaften, stürmisch tobende Wasserplaneten, unwirtliche Eiswelten - im Kinofilm „Interstellar" reisten Matthew McConaughey und Co. vergangenen Jahres durch das Weltall um eine neue Erde zu finden. Doch damit sind sie nicht die ersten. Schon vor 50 Jahren bereisten Captain Kirk und seine Crew in „Raumschiff Enterprise" fremde Welten – allerdings ebenfalls nur auf unseren Bildschirmen.

Doch existieren solche Welten auch in der Realität? Diese Frage war lange Zeit umstritten. Noch vor 20 Jahren zweifelten selbst viele Wissenschaftler daran, dass wir andere Sonnensysteme oder gar eine zweite Erde finden können. Vielmehr liegt es doch aber im Beruf eines Astrophysikers, nach Neuem zu suchen, und dabei Entdeckungsdrang und Naivität mit wissenschaftlicher Präzision zu kombinieren. Und so arbeiteten einige Forscher fieberhaft daran, Science-Fiction zur Realität werden zu lassen, bis schließlich ein Team Schweizer Wissenschaftler die Sensationsnachricht hervorbrachte: die Entdeckung eines Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Der erste "Exoplanet" war gefunden. Eine zweite Erde war dieser aber kaum, sondern ein feuriger Gasball, der seine Sonne in nur vier Tagen umkreist.
Seitdem hat sich dieses Feld, das zu den jüngsten der Astrophysik zählt, so rasant entwickelt wie kaum ein zweites. Heutzutage kennen wir bereits weit über tausend Exoplaneten - unter diesen auch einige die möglicherweise eine lebensfreundliche Umwelt bieten. Was vor wenigen Jahren noch als Science-Fiction galt, wurde inzwischen mit hochentwickelten Instrumenten aufgespürt und studiert. Selbst, dass man von manchen dieser Welten so wie Luke Skywalker jeden Morgen zwei Sonnenaufgänge bestaunen könnte, ist mittlerweile Fakt statt Fiktion.
Das Feld ist heutzutage vielfältiger denn je und beschäftigt sich mit den verschiedensten Fragen. Exoplaneten zu untersuchen heißt zeitgleich mit Astronomie, Physik, Chemie, Geologie und Biologie zu jonglieren. Während die einen Forscher neue Instrumente entwerfen, die ermöglichen immer mehr erdähnliche Welten aufzufinden, untersuchen die anderen wie die bekannten Exoplaneten aufgebaut sind. Wieder andere beschäftigen sich damit, welche Bedingungen auf der Oberfläche herrschen, oder wie die Atmosphären zusammengesetzt sind – und können sogar vorhersagen wie das Wetter auf fernen Exoplaneten morgen sein wird.
Ebenso wichtig ist es zu verstehen wie andere Sonnensysteme entstanden und sich entwickelten. Die Entdeckungen der vergangenen Jahre ließen Wissenschaftler die Theorien über unser eigenes Sonnensystem – und damit die Entstehung unserer Erde – komplett neu überdenken. Um mehr über unseren Heimatplaneten zu erfahren, mussten wir also erst auf die Suche nach fremden Welten aufbrechen. Und diese Suche ist noch lange nicht beendet.

 

Der Abendvortrag am Gymnasium Burgkunstadt lud zu einer Reise ein, die von unserem eigenen Sonnensystem zu diesen neuen Welten führte. Das begeisterte Publikum gewann einen Einblick, wie diese anderen Welten aussehen könnten und ob unser Sonnensystem wirklich einzigartig ist. Sie erfuhren, mit welchen Techniken und Methoden die Wissenschaft all diese anderen Planeten überhaupt aufspüren kann und wo derzeit die aktuelle Forschung steht.

 

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Text: Maximilian Günther/Christine Betz
Fotos: Gymnasium Burgkunstadt

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