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Farben, Klänge, Frühlingslaune: Ein farbenprächtiger Konzertabend

Draußen pfiff der kalte Wind mit teils peitschendem Regen durch die Straßen und Zugangswege zur Stadthalle, doch in der Stadthalle selbst wurde es den Besucherinnen und Besuchern am vergangenen Mittwochabend frühlingswarm ums Herz: Das Frühjahrskonzert des Gymnasiums Burgkunstadt stand unter dem Motto „Farben“ – und traf damit nicht nur musikalisch ins Schwarze, Gelbe, Grüne und Knallrote. Drei große Ensembles, zahlreiche Solistinnen und Solisten sowie kleinere Formationen verwandelten die Bühne in ein leuchtendes Panoptikum der Töne und Stimmungen.

Schon beim Eintreten bot sich ein Bild, das Vorfreude weckte: Bunte Papierblumen rankten sich über die Bühne, der AK Technik tauchte die Bühne in wechselnde Farbfelder – mal warmes Gold, mal kühles Blau, dann wieder pulsierendes Rot. Sogar die Schuhe von Musiklehrer Matthias Reuß funkelten in lebhaften Farben, als er mit unübersehbarer Spielfreude die Big Band des Gymnasiums antrieb. Dieser Farbklecks spiegelte die Grundhaltung des Abends: ambitioniert, ausdrucksstark – und zugleich mit einem liebevollen Augenzwinkern.

Unter der Gesamtleitung von Christiane Schütz, die zugleich den 25-köpfigen Schulchor „RES ChORDIS“ und die Percussion-Gruppe der „Rhythm Rebels“ leitete, zog sich das Thema „Farben“ wie ein roter Faden durch das abwechslungsreiche Programm. Musikalische Genres, Epochen und Klangfarben wechselten, ohne je beliebig zu wirken – vielmehr ergab sich ein stimmiges Mosaik, dessen Facettenreichtum das Publikum sichtlich begeisterte.

FrüKo26 BigBand

Farben hörbar zu machen, ist ein großes Ziel, das die Ensembles aber mit Bravour erreichten. Die Big Band eröffnete kraftvoll und pointiert, legte mit Michael Jacksons „Black and White“ ein fein austariertes Spiel zwischen Kontrasten vor: präzise Rhythmisierungen, geschmeidige Saxophon-Linien, strahlende Trompeten. Später, mit dem augenzwinkernden Schlager „Knallrotes Gummiboot“, bewies das Ensemble Humor und Timing – das Publikum wippte, lachte, klatschte, und die farbintensiven Lichtspiele setzten der musikalischen Pointe die optische Krone auf. Zwischendurch breitete sich die warme Stimme von Havin Uymaz wie ein Klangteppich in der Stadthalle aus, als die Schülerin aus der Q13 wunderbar sanft sowohl das „Blue Moon“ als auch später Amy Winehouses „Back to Black“ anstimmte und dabei grandios von der Big Band begleitet wurde.

Zwischen diesen Polen schufen die „Rhythm Rebels“ rhythmische Landschaften, die unmittelbar Wärme ausstrahlten. Ihre Version der „Yellow Submarine“ der Beatles war mehr als eine Hommage: ein perkussiver Farbenrausch, präzise abgestimmt, mit feinen dynamischen Abstufungen und einem kollektiven Groove, der die Stadthalle wie auch beim „Blue“ von Eiffel 65, bei Deep Purples Klassiker „Smoke on the water“ oder bei der Eigenkomposition „Champions of the Colours“ federnd durchströmte.

FrüKo26 RhytmRebels

Der Schulchor „RES ChORDIS“ entfaltete sein Klangspektrum mit „Greensleeves“, zauberte mit „Somewhere over the Rainbow“ einen musikalischen Regenbogen in die Stadthalle und ließ bei der mitreißenden Version von „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ kaum jemanden aus dem Publikum noch ruhig auf dem Stuhl sitzen.

FrüKo26 CHor2

Einen zarten, leuchtenden Höhepunkt setzten Helen-Mia Ranft (Gesang) und Hapea Siedersleben (Gitarre) mit Coldplays „Yellow“. Eine klare Stimme, fein austariertes Zusammenspiel und ein Gespür für dynamische Bögen ließen den Song im warmen Licht aufscheinen – persönlich und zugleich raumfüllend. Gleiches galt für Greta Schaibles Klavierspiel bei Ludovicos Einaudis „Nuvole Bianche“ sowie für Madlen Fischers Darbietung von „Yellow Birdsong“ am Klavier. Wenig später stellte Madlen Fischer neben ihren instrumentalen auch ihr Gesangstalent unter Beweis, als sie Stings Ballade „Fields of Gold“ einfühlsam darbot. Stimmlich überzeugten auch Anna Wenninger und Teodor Vesca bei „Colors of the Wind“ von Alan Menken und unter der Klavierbegleitung von Hanna Eisele. Experimentellen Charakter hatte auf jeden Fall der Beitrag „Kid & Leveret“ aus der Feder des isländisch-philippinischen Künstlers Keath Osk, in dessen fantastische Erzählwelt die Stimmen von Anastasia Asberger und Hanna Wige in Begleitung von Yuhan Ivan Wang (Posaune), Havin Uymaz' (Gitarre), Arthur Hoyer (Schlagzeug) und Ronja Fiedler (Ukulele) entführten. Für zusätzlich Farbe sorgte das beeindruckende Zusammenspiel des Querflöten-Duos mit Katharina Eck und Julia Fraunholz bei „Mein kleiner grüner Kaktus“ aus dem Jahr 1934.

Ein ganz besonderes Highlight bescherte der Gastauftritt von Laurenz Partheymüller. Der letztjährige Abiturient kehrte am Mittwochabend auf die Schulbühne zurück und entfachte mit seiner Textimprovisation mit dem Titel „Musik und Farben“ ein „Farbensilvester“ voller Poesie im Stile des Poetry Slam, der durch das passgenaue und einfühlsame Klavierspiel Julian Fischers besondere Tiefe erhielt.

FrüKo26 BenChor

Für die Überraschung des Abends sorgte Englischlehrer Patrick Benker, der mit George Ezras „Green, green grass“ zunächst solo die Bühne betrat – und die Besucher binnen weniger Takte aus den Sitzen riss. Mit viel Charme schuf er einen dieser funkelnden Augenblicke, in denen Publikum und Bühne eins wurden. Als Zugabe kehrten schließlich alle Ausführenden zurück, um den singenden Englischlehrer zu begleiten – ein kollektiver Farbrausch in Grün, getragen von der Energie des gesamten Saals.

Durch den Abend führten Maximilian Betz und Anna Wenninger mit einer Moderation, die sowohl informativ als auch herzlich war. Kurze, pointierte Ansagen, kleine Anekdoten und ein sicherer Blick für Übergänge machten das Programm kurzweilig und schufen Raum, in dem Musik und Thema atmen konnten. So blieb der rote Faden stets sichtbar, ohne das Farbenspiel der Beiträge zu beschneiden.

Was diesen Konzertabend besonders machte, war die spürbare Freude am Musizieren und Singen. Hier präsentierte sich das Gymnasium Burgkunstadt nicht nur als Talentschmiede, sondern als lebendige Gemeinschaft: Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Technikteam und Moderation griffen ineinander wie die Farben eines sorgfältig gemischten Kunstwerks. Am Ende, als draußen vor der Stadthalle der Wind noch immer kalt an den Jacken zerrte, gingen die Gäste mit warmen Herzen und einem „Farbensilvester“ im Kopf nach Hause – ein strahlender Auftakt ins Frühjahr, der lange nachklingen dürfte.
-mts-

„Mehr als nur Schule“: Tag der offenen Tür vermittelt Einblicke und nimmt Berührungsängste

Mit dem Slogan „Mehr als nur Schule“ hatte das Gymnasium Burgkunstadt vor kurzem Viertklässlerinnen und Viertklässler sowie deren Eltern zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen – und nach drei Stunden buntem sowie informativem Programm am Samstagvormittag hatten die jungen Gäste und deren Eltern erfahren, dass Lehrer- wie Schülerschaft diesen Slogan in der Tat mit ganz viel Leben füllen.  Zwischen Informationen rund um den „sanften Übergang“ an die weiterführende Schule und erlebbarer Schulatmosphäre zeigte die gesamte Schulfamilie, welche Vorteile der neunjährige Besuch des Gymnasiums unter dem Motto „Vom Kind zum jungen Erwachsenen – Reifung in einer Hand“ mit sich bringt. Vor allem das wertschätzende Miteinander zog sich wie ein roter Faden durch den kurzweiligen Vormittag.

Bereits der Auftakt setzte den Ton: In der Aula begrüßte der Schulchor – darunter viele Fünftklässler - unter Leitung von Christiane Schütz die Gäste musikalisch, bevor Schulleiter Matthias Schneider gemeinsam mit Unterstufenbetreuerin Jenny Schreiner, Beratungslehrkraft Natascha Lachner und Eva Al Affash als Mitarbeiterin in der Schulleitung das Profil der Schule und die besonderen pädagogischen Schwerpunkte des Gymnasiums Burgkunstadt umriss.

Dazu zählen der naturwissenschaftlich-technologische und der sprachliche Zweig und das Profil als Europaschule und Erasmus-Plus-Schule. Studiendirektorin Eva Al Affash betonte den Dreiklang von Herz, Kopf und Hand als Leitgedanken der pädagogischen Arbeit am Gymnasium Burgkunstadt. Die dargelegten Strukturen und Angebote sollen eine ausgewogene Verbindung von fachlicher Vertiefung, Persönlichkeitsbildung und sozialem Miteinander gewährleisten.

TdoT26 Spamisch

Im Zentrum des Informationsblocks für Eltern stand das Konzept des „sanften Übergangs“ beim Start in Jahrgangsstufe 5, das mit der Begleitung der Fünftklässler durch Tutorinnen und Tutoren und somit durch ältere Schülerinnen und Schüler einen wichtigen Eckpfeiler erhält. Besonders stolz ist man am Gymnasium Burgkunstadt auf das KOSMOSS-Programm: Hierbei handelt es sich um Unterrichtseinheiten, die wichtige Strategien beim Lernen und Organisieren des Schulalltags beinhalten und somit bereits in der Unterstufe die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler nachhaltig fördern.

Elternbeiratsvorsitzende Bernarda Callens und Schülersprecher Christoph Beck unterstrichen in ihren kurzen Beiträgen die gute Zusammenarbeit innerhalb der Schulfamilie und die Fokussierung auf das einzelne Kind. „Gerade weil mein Weg am Gymnasium in diesem Jahr mit dem Abitur sein Ende finden wird, kann ich Ihrem Kind aus eigener Erfahrung nur den Weg an diese Schule empfehlen. Ich habe dem Gymnasium Burgkunstadt sehr viel zu verdanken!“, so der langjährige Schülersprecher.

Während die Eltern in der Aula zentrale Informationen zu Aufnahme, Profilzweigen, Stundentafeln und möglichen Förderangeboten erhielten, starteten die Viertklässler in kleinen Gruppen zu einem Rundgang durch ihr zukünftiges Schulgebäude. Auffällig viele Schülerinnen und Schüler der höheren Jahrgänge begleiteten die Kinder – als Guides, Erklärende und Brückenbauer in die neue Lernwelt. „Das ist doch absolute Ehrensache“, kommentierte Arthur Hoyer den Umstand, dass der Neuntklässler wie so viele andere seiner Mitschülerinnen und Mitschüler ihre Schule an einem Samstag den jungen Gästen näherbrachte. Genau hier zeigte sich der Anspruch „Mehr als nur Schule“ in der Praxis: Begegnungen auf Augenhöhe, neugierige Fragen, gemeinsames Ausprobieren.

Im naturwissenschaftlichen Bereich luden einfache Experimente zum Mitmachen ein. Das Prinzip „Erst beobachten, dann erklären“ wurde greifbar, wenn Indikatorlösungen Farbe wechselten oder magnetische Felder sichtbar wurden. Besonders umlagert war die Robotik-AG: programmierte Lego-Roboter setzten präzise Manöver um, absolvierten Parcours und lieferten sich freundschaftliche Duelle. Ältere Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte erklärten Sensorik, Programmierlogik und Wettbewerbsformate – und machten so den MINT-Schwerpunkt für die jungen Gäste erlebbar.

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Mit Brille und Controller ging es dabei sogar auf eine virtuelle Zeitreise ins antike Rom. Das Kolosseum aus der Ich-Perspektive, Straßenlärm und Architektur – Geschichte wurde bei der Lernstation der Fachschaft Latein dank der VR-Brillen anschaulich, ohne den Klassenraum zu verlassen. Lehrkräfte erläuterten, wie solche Formate in Projekten und Unterrichtseinheiten eingebunden werden: nicht als Gimmick, sondern als didaktisch gezielter Zugang zu Themen.

Die jungen Gäste nutzten ausgiebig die Angebote aller Fachschaften, indem sie beispielsweise auch einen Einblick in die Kulinarik Frankreichs, Italiens und Spaniens erhielten und beim Knobeln erfahren durften, dass Mathematik in der Tat Spaß bereiten kann. Stellwände und Bildschirme dokumentierten Erasmus-Plus-Projekte und Partnerschaften: Austauschfahrten, gemeinsame Workshops, digitale Begegnungen. Als Europaschule, so wurde deutlich, verbindet das Gymnasium Burgkunstadt Sprachkompetenz mit interkultureller Erfahrung – ein Mehrwert, der über Vokabeln hinausgeht.

Kulturell-kreative Akzente setzten Musik und Kunst. Die Big Band unter Leitung von Matthias Reuß gestaltete eine offene Probe; Gäste erlebten die Arbeit zwischen Takt, Timing und Team. Die Fachschaft Kunst zeigte Arbeiten aus mehreren Jahrgangsstufen und lud die jungen Gäste zum Farbenmischen ein.  

Gegen Ende des kurzweiligen Vormittags fanden Viertklässler und Eltern im Schulgebäude wieder zusammen und konnten sich dank der engagierten SMV und dem Team von Regens Wagner mit Snacks und Kaffee und Kuchen stärken.

Die jungen Gäste gingen schließlich mit spürbarer Vorfreude aus dem Haus: Die Mischung aus Selbermachen, Zuschauen und Nachfragen ließ Schule als gestaltbaren Ort erscheinen – nicht als abstrakte nächste Etappe des eigenen Bildungswegs.

-cv-

 

Drei ereignisreiche Wochen!

Unvorstellbar! Vor nicht einmal vier Wochen lag der eine oder die andere noch am Strand, bestieg Gipfel oder genoss einfach nur die freie Zeit zu Hause. Und dann folgte der 16. September 2025 und somit der erste Schultag im Schuljahr 2025/2026. Für die 80 Schülerinnen und Schüler der drei 5. Klassen war dies im wahrsten Sinne des Wortes ein „einzigartiger“ Tag, als sie von der Schulleitung ihrer neuen Wirkungsstätte begrüßt und anschließend von ihren Klassenleitungen in ihr Klassenzimmer geführt wurden. Mit dabei: Ihr neuer Schlüsselanhänger, der sie an die „Einzigartigkeit“ dieses besonderen Tages erinnern sollte.

Und wie „einzigartig“ das Gymnasium Burgkunstadt ist, erlebten nicht nur die Fünftklässler im Rahmen der KOSMOSS-Tage in der ersten Schulwoche, sondern auch die 6. und 7. Klassen bei den Workshops von Frau Sierch zum Thema „Zusammenhalt und Sozialkompetenz“.

Bereits in der zweiten Schulwoche wurde es laut in der Aula des Gymnasiums, als 25 Schüler der „Hamilton Boys’ High School“ vor staunenden Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Burgkunstadt den „Haka“ und somit den traditionellen Tanz der Maori, der Ureinwohner Neuseelands, zum Besten gaben. Knapp zwei Wochen waren sie zu Gast bei den heimischen Gymnasiasten und durften neben viel Gastfreundschaft auch den Schulalttag an einem bayerischen Gymnasium erleben.

Hinzu kamen ein kurzer Besuch einer kleinen norwegischen Delegation aus Stavanger, Norwegen, und eine mehrtägige Stippvisite zweier Lehrkräfte des Gymnasiums Burgkunstadt an einer Mailänder Schule – all dies im Rahmen des ERASMUS-Austauschprogramms. So ganz nebenbei liefen auch die Vorbereitungen für die Wahl der neuen SMV- und Mittelstufensprecher an und am ersten Schultag nutzte Matthias Schneider als neuer Schulleiter im Anschluss an einen beeindruckenden Schuljahres-Anfangsgottesdienst in der Obermainhalle die Gelegenheit, der versammelten Schüler- und Lehrerschaft nicht nur sich selbst sondern auch alle neuen Kolleginnen und Kollegen des Schuljahres 2025/2026 vorzustellen.

Drei Wochen später läuft schon wieder alles nach Plan; die Jahrgangsstufentests sind bereits absolviert, die ersten Noten wurden gemacht, der Wandertag bei bestem Wetter begangen, alte Freundschaften wurden gepflegt und neue geschlossen. Und eins ist bei all dem sicher: Auch die anstehenden Wochen werden alles andere als langweilig – aber ein guter Grundstein für ein ereignis- und erfolgreiches Schuljahr ist auf jeden Fall gelegt.

SnM