Gymnasium
Burgkunstadt
Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium und Sprachliches Gymnasium
Aktuelle Termine

logo2

 

logo9

logo8

logo3

logo62

logo7

logo1

Die Wahrheit über den Mittelfinger von Prinz William

Vortrag der BR-Reporterin Rika Dechant zum Thema „Fakten vs. Fakes“

 

IMG 5044 red1

 

Die Klatschpresse sagt Royales ja vieles nach, aber Manieren gesteht man ihnen trotzdem zu. Entsprechend groß war die Aufregung im vergangenen Jahr als ein Foto von Prinz William, dem womöglich übernächsten König von England, auftauchte, auf dem er den Mittelfinger in die Höhe hält. Ein Skandal, der zahllose Klicks brachte und Magazine verkaufte. Das Problem: das Foto ist echt, die Nachricht aber trotzdem Fake News.

„William ist doch nur im Profil zu sehen, er zeigt gar nicht den Mittelfinger“, sagt eine Schülerin der 10. Klasse. „Richtig, denn wenn ihr die Bildersuche bei Google verwendet, seht ihr die Situation aus einem ganz anderen Winkel“, sagt Rika Dechant, Reporterin beim Bayerischen Rundfunk. Prinz William reckt von vorne betrachtet drei Finger in die Luft, anlässlich der Geburt seines dritten Kindes. „Es gibt wahnsinnig viele Nachrichtenportale, die mit solchen Dingen Geld machen. Das zeigt, wie mit harmlosen, echten Bildern Fake News erzeugt werden.“, so Rika Dechant.
„Fehlt es unseren Medien an Glaubwürdigkeit?“ Gerade Jugendliche hat diese Diskussion in verschiedensten Zeitungen, Radiostationen und Fernsehsendungen oder auch den sozialen Medien stark verunsichert. Viele wissen nicht mehr, wem sie überhaupt noch glauben können oder sollen. Aber was bedeutet im Bezug auf Medienberichterstattung denn überhaupt „Glaubwürdigkeit“ und können Medien tatsächlich die „Wahrheit“ abbilden? Beim ersten landesweiten Schülermedientag unter dem Motto „Fakten vs. Fakes - Was können wir unseren Medien glauben?“ diskutierten Journalisten und verschiedenste Medienexperten mit Schülern über den Alltag in Redaktionen, über echte Fotos und Fake News. Die Veranstaltung, die im Rahmen des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und verschiedensten Medienexperten aus ganz Bayern stattfand, soll Jugendliche sensibilisieren, Nachrichten und Bilder zu hinterfragen. Auch unsere Schule bekam Besuch und die Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Jahrgangsstufe hatten die Möglichkeit, mit Rika Dechant vom Bayerischen Rundfunk über „glaubwürdige Berichterstattung“ zu sprechen. Frau Dechant ermunterte die Schüler dazu, kritisch zu sein, Inhalte zu hinterfragen und Ansprüche an eine objektive Berichterstattung zu stellen.
Nach einem kurzen Überblick über verschiedenste Tätigkeiten vom Berufsalltag von Frau Dechant mussten die Schüler selbst aktiv werden und in Arbeitsgruppen einen Bericht über die E-Scooter-Zulassung in Deutschland, die nun nach einer Testphase in Bamberg zur Debatte steht, verfassen. Es war v.a. für die Mitschüler sehr interessant zu sehen, dass hier verschiedenste Artikel mit teilweise entgegengesetzten Meinungen entstanden sind. Diese Arbeitsphase führte den Schülern vor Augen, dass journalistische Sorgfalt (Zwei-Quellen- und Vier-Augen-Prinzip) sowie Urheber- und Persönlichkeitsrechte für eine glaubwürdige Berichterstattung von entscheidender Bedeutung sind. Anhand des Amoklaufs im OEZ in München wurde den Schülern auf sehr dramatische Weise klar, dass Medien immer kritisch hinterfragt werden sollten und Abwarten bzw. ein Faktencheck manchmal Schlimmeres verhindern könnten. Trotz des oft hohen Zeitdrucks in der Nachrichtenwelt sollte die Maxime „Glaubwürdigkeit geht vor Tempo“ nie vergessen werden.

 

Christina Schott

Kontakt

Gymnasium Burgkunstadt

Kirchleiner Straße 18
96224 Burgkunstadt
Telefon: 09572 38609-0
Telefax: 09572 38609-200
verwaltung@gymnasium-burgkunstadt.de